40 belgische USAR-Spezialisten nehmen an Übung "EU Richter" auf den Antillen teil

Civil protection
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Ophélie Boffa

Das belgische B-FAST-Team (Belgian First Aid & Support) nimmt vom 22. bis zum 26. März 2017 mit seinem Modul Medium USAR (Urban Search And Rescue) an der europäischen Übung "EU-Richter" teil. Bei dieser von Frankreich und der Europäi¬schen Union finanzierten Übung können europäische und lokale Akteure der zivilen Sicherheit die gemeinsame Bewältigung der Auswirkungen eines Erdbebens und eines großen Tsunamis trainieren.

Über 1 000 Teilnehmer

Laut Szenario wird sich am Dienstag, dem 21. März 2017 nordöstlich von Guadeloupe ein schweres Erdbeben der Stärke 8,5 ereignen. Dieses Erdbeben wird große Auswirkungen auf den Antillen haben und einen Tsunami auslösen, der die Küste von Martinique treffen wird. Während 4 Übungstagen wird die gesamte Einsatz- und Hilfeleistungskette trainiert: von der Bewältigung durch die Krisenstäbe bis zu Sucheinsätzen, Rettungseinsätzen und Opferverwaltung vor Ort.

 

40 USAR-Spezialisten

2010 und erneut 2015 haben die Vereinten Nationen (INSARAG) das belgische Modul "Medium USAR" (Urban Search And Rescue) zertifiziert. Das Modul genügt also höchsten internationalen Standards in Sachen Ortung, Bergung und Evakuierung von Überlebenden von Erdbeben, Explosionen oder Einstürzen. Das Team setzt sich aus Experten von Feuerwehr und Zivilschutz zusammen, die in der Suche und Bergung spezialisiert sind und bereits im Iran, in Algerien, in Haiti und in Nepal eingesetzt worden sind. Sie gehören dem FÖD Inneres an und werden von einigen Sachverständigen des FÖD Volksgesundheit und des Ministeriums der Landesverteidigung begleitet. Der FÖD Auswärtige Angelegenheiten koordiniert die ressortübergreifende Arbeit und internationale Zusammenarbeit von B-FAST.

Belgien muss jedes Jahr an einer internationalen Übung teilnehmen. Eine Anforderung zur Verstärkung im Gebiet der Antillen ist sehr gut möglich. Die USAR-Spezialisten verfolgen daher mehrere Ziele:

  • Training unter außergewöhnlichen klimatischen und hygienischen Bedingungen, vergleichbar mit Haiti 2010,
  • Bewältigung einer Reihe kritischer Auswirkungen (verwüstetes geografisches Umfeld, Tsunami, kritische Infrastrukturen, Telekommunikation, ...),
  • Gewährleistung der Interoperabilität ihrer Mittel mit den anderen Teams,
  • Test ihrer Verfahren und ihrer USAR-Einsatzmodule.

B-FAST organisiert den internationalen Beistand Belgiens in den von Katastrophen großen Ausmaßes getroffenen Ländern, die diesen Beistand anfordern. Diese Schnelleinsatz-Struktur ist im Jahr 2000 geschaffen worden; sie koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den Ministerien Auswärtige Angelegenheiten, Inneres, Landesverteidigung und Volksgesundheit. Jedes Ministerium stellt B-FAST eigene Kapazitäten, spezialisierte Einsatzkräfte und Fachkompetenz zur Verfügung. So ist B-FAST in der Lage, ständig in kürzester Frist hochqualifizierte und trainierte Teams sowie spezialisierte Mittel in Ländern einzusetzen, die von einer Notsituation betroffen sind. B-FAST kann ein breites Spektrum an Rettungsteams und Hilfsmitteln einsetzen, insbesondere das USAR-Modul, das High-Capacity-Pumping-Modul, ein Feldkrankenhaus, Mittel zur Wasseraufbereitung, Aufnahmekapazitäten, ...
 

 

ophelie.boffa@ibz.fgov.be